10.03. - 15.03.2019


6 Tage-Flugreise, Preis: 1.190,-€

im DZ (EZ- Zuschlag 175,- €)

Hängt von der Verfügbarkeit der Hotelzimmer ab.


Leistung: Hin-und Rückflug, Transfers, 5 Übernachtungen im zentral gelegenen ***Hotel in der Nähe vom Markusdom incl.

Frühstücksbuffet, Tourismussteuer, lizensierte italienische Reiseführerin am Vormittag, alle Eintrittsgelder, Vaporettokarte und ganztägige Reiseleitung/Führung.


Teilnehmerzahl: mind. 8/max. 10


Stand: 20. Juni 2018




     Anmeldung:
tel. 0177 5261920 oder
email  info@bbsieh.demailto:info@bbsieh.deVenedig_files/Anmeldung_Venedig.pdfshapeimage_2_link_0


       

 

VENEDIG-

Begegnungen mit Konstantinopel


Diese sechstägige Flugreise in kleiner Gruppe (8-10 Pers.) nach Venedig erzählt uns von den vergangenen kulturellen Beziehungen zum byzantinischen und osmanischen Reich mit ihrer Haupstadt Konstantinopel, heute Istanbul. Westliche und östliche Lebensart und Denkweisen trafen aufeinander und brachten Veränderungen im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Gebieten, die noch heute das Gesicht Venedigs prägen.

Auf den Stadtgängen durch die Lagunenstadt werden wir diesen spannenden Spuren nachgehen: das ehemalig griechische Viertel um die Kirche San Giorgio dei Greci; das Ikonenmuseum; das Viertel um San Pantalon; San Marco und den Dogenpalast; das jüdische Viertel; die Inseln Torcello und Murano; entschlüsseln ein 500 Jahre altes Grafitti; hören von den persönlichen Verbindungen zu Konstantinopel und Schicksalen Einzelner und vieles mehr.


1. Tag: Anreise und erste Schritte

Flug von Hamburg nach Venedig.

Bootstransfer vom Flughafen über den Canal Grande zu unserem zentral gelegenen Hotel.

Und je nach Ankunftszeit erkunden wir die Umgebung unseres Hotels mit anschließendem Abendessen in einer kleinen Trattoria.


2. Tag: Byzantinische und orientalische Einflüsse im Zentrum der Macht

Am heutigen Tag starten wir mit dem Markusplatz und der Besichtigung des Doms, der den byzantinischen Einfluß besonders deutlich macht und als Kreuz-kuppelkirche auf byzantinische Vorbilder zurückging. Die 2600 oft antiken Säulen wurden zu großen Teilen bei Eroberungen von Konstantinopel während des Kreuzzuges 1204 zusammengetragen und in San Marco weiterverwendet. Im Kircheninneren ist besonders die Ikone der Madonna Nicopeia zu erwähnen, die aus einem Kloster aus Konstantinopel stammt. Sie wurde einst von den Kaisern in Konstantinopel angebetet und kam 1204 nach Venedig als Siegesmadonna, deren Segen entscheidend für die militärischen Unternehmungen der Vene-zianer war. Hervorzuheben sind auch die vier beeindruckenden Reliefsäulen des Hauptaltarciboriums, die aus der Anastasis-Kirche in Konstantinopel stammen und der goldene Schrein hinter dem Hochaltar, in dessen Krypta der Heilige Markus beigesetzt sein soll- die Pala d’Oro, der mit Saphiren, Smaragden und Rubinen besetzte und mit Emailleintarsien aus Konstantinopel geschmückte Schrein.

Wir erkunden die Piazetta und besichtigen anschließend den Dogenpalast.

Nach einem kleinen Imbiss gehen wir in das lebendige Viertel von Dorsoduro und besichtigen die Kirchen San Pantalon mit dem imposanten aus etwa 40 aneinander gefügten Leinwandbildern bestehenden Deckengemälde und besichtigen San Giacomo dall’Orio, einer der ältesten Kirchen Venedigs.

Einige Säulen der Kirche stammen aus den Plünderungen Konstantinopels von 1204 während des Vierten Kreuzzugs. Der Tag klingt aus mit einer Vaporetto-rückfahrt zur Rialto Brücke.


3. Tag: Fremde in der Stadt

Heute besuchen wir das Viertel um San Giorgio dei Greci, die Kirche der Griechen in Venedig die zum Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel gehört, besichtigen diese und das Ikonenmuseum. Die Kirche der griechisch-orthodoxen Gemeinde erinnert daran, dass dieses Viertel vorwiegend von Griechen bewohnt wurde, die sich besonders nach dem Fall Konstantinopels 1453 in großer Zahl hier niederließen und das Wissen über die Kultur der griechischen Antike mitbrachten.

Und erfahren über das spannende und einflußreiche Leben des aus Konstantinopel gekommenen byzantinischer Theologe und Gelehrten Basilius Bessarion und sein Wirken im Exil bis hin zur Ernennung des Bevollmächtigten Gesandten des Papstes.


Auf der Fahrt über den Canal Grande vorbei an zahlreichen Palästen mit byzantinischen und türkischen Stilelementen fahren wir in das von Juden bewohnte Viertel, das Ghetto genannt wird und 500 Jahre alt ist. Auffallend sind die teils sehr hohen und schmalen Häuser, die aufgrund der Platznot im

17. Jahrhundert immer weiter nach oben ausgebaut wurden. Unser Weg führt uns weiter durch das urtümliche Viertel von Cannaregio entlang schmaler Kanäle zum Haus des bedeutenden Malers Jacopo Tintoretto mit der anschließenden Besichtigung der Kirche Madonna dell‘Orto, in der er 15 Jahre gemalt hat.


4. Tag: Byzantinische Spuren auf den Inseln Murano und Torcello

Mit dem Schiff fahren wir in den nördlichen Teil der Lagune zu den beiden Inseln.

Früher, als Torcello noch Bischofssitz war, sollen an die 10.000 Menschen hier gelebt haben, doch heute hat die Insel nur noch etwa 100 Bewohner. Wir besichtigen die wunderschöne dreischiffige Basilika Santa Maria Assunta aus dem Jahr 639, die als ältestes Bauwerk der Lagune gilt, mit bedeutenden Wandmosaiken. Auf der Rückfahrt nach Venedig machen wir Halt auf der Insel Murano, dessen Wurzeln bis in die Spätantike zurückreichen und seit Ende des 13. Jahrhunderts das Zentrum der Glasproduktion ist.

Auf unserem Rundgang sehen wir uns unter anderem die sehr schöne kleine romanische Basilika di Santa Maria e Donato an. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Auf der Rückfahrt per Vaporetto nach Venedig machen wir einen kleinen Stopp auf dem Lido, dem mondänen Seebad mit luxuriösen Hotels aus dem 19. Jh..Die Silhouette Venedigs liegt prächtig inszeniert im Abendlicht vor uns.


5.Tag: Die Brücke vom Westen in den Osten: Ordensmissionen

In der Nähe unseres Hotels liegt die Kirche San Giovanni Crisostomo, einem Erzbischof Konstantinopels gewidmet. Diese müssen wir uns unbedingt ansehen, weil dort einige interessante Bilder zu sehen sind.

Nach einem kleinen Weg durch die Gassen gelangen wir zu San Giovanni e Paolo, dem größten sakrale Bau Venedigs und der Klosterkirche der Dominikaner. Wir erfahren vom Einfluß und Austausch der Dominikaner und Franziskaner und der Annäherung mit Konstantinopel. Und weiter gehts an den Nordrand Venedigs, einer ehemals mit Weinbergen begrünten Ecke der Lagunenstadt mit der Klosteranlage und Kirche Santa Francesco della Vigna. Hier liegt das Haus eines berühmten Dogen, der lange als Konsul in Konstantinopel lebte und wir erfahren einiges aus seinem spannenden Leben.

Und so langsam endet unser Rundmarsch in einer Gasse namens Corte Nova mit einem roten Stein, der an ein wundersames Ereignis erinnert.....


Der halbe Tag steht zur freien Verfügung.


6.Tag: Abreise

Voraussichtlich am Mittag. Bootstransfer zum Flughafen.